Leserbriefe

Hier werden Sie Leserbriefe zum Thema KKH finden.

34 comments

  1. Gerry sagt:

    Hallo,

    Respekt !
    Das nenn ich Demokratieverständnis macht weiter so.
    Viele Grüße

    Gerry

  2. Gesine Mayer sagt:

    Hallo alle zusammen,

    darf ich kurz mal darauf hinweisen, dass eine Eintrittskarte für Schüler und Studenten bei der Südwestdeutschen Philharmonie gerade mal 5€ kostet, beim Theater sogar noch weniger. Das ist weniger als jeder Kinoeintritt. Diese Preise werden sich auch in der Zukunft nicht ändern … wer spricht da also von teuren Eintrittspreisen.

  3. Gesine Mayer sagt:

    Unter folgenden Link kann man sich übrigens super über das geplante Konzert-und Kongresshaus informieren. Lest das doch mal durch, dann seid ihr besser informiert und einige eurer Zweifel sind sicherlich schnell ausgehebelt:
    http://www.konstanz.de/tourismus/01434/01475/03346/index.html?lang=de

  4. Trionfi sagt:

    Gute Information ist alles! Es ist nichts gegen einen demokratische Wettbewerb einzuwenden. Wer hat die besseren Argumente…?

    Leere Kassen der Stadt: Der Stadt KN geht es so gut wie nie. Allein im letzten Jahr wurden 62 Mio Gewerbesteuer eingenommen (geschätzt waren vom GR 47 Mio). In den letzten 10 Jahren wurden durch die Stadt 100 Mio Euro investiert und DABEI 20 Mio Euro Schulden getilgt.

    “…im neuen Haushalt eine Summe von 12 Millionen € für das KKH zurückgestellt wird.” Die Stadt HAT bereits in der Vergangenheit 13 Mio Euro zurückgestellt.

    “…welche Höhe die Kosten im gesamten noch erreichen werden?” Die Kosten sind klar, der Vertrag über den Bau des Haues wird so abgeschlossen, dass die Bausumme gedeckelt ist (Gebäude: 42,99 Euro). Evtl. Mehrausgaben liegen im Risiko des Bauunternehmers.

    “…alle KonstanzerInnen den Eintritt zu den Veranstaltungen leisten können.” Bei der Philharmonie kommt man bspw. als Schüler, Student, Auszubildender für 5 Euro ins Konzert und bekommt sogar, wenn man Glück hat, eine Karte in der ersten Kategorie.

  5. Alex sagt:

    Hallo,

    nein, keinen Respekt. Informiert euch mal richtig bevor ihr euch groß dagegen äußert. Fast alle Argumente in euren Videobeiträgen hier sind Vorurteile, mit denen in der Informationsbroschüre der Stadt Konstanz gründlich aufgeräumt wird.

    Noch mehr Informationen (und auch interessante Bilder) gibt es auf der Internetseite der Stadt Konstanz über folgenden Link:

    http://www.konstanz.de/tourismus/01434/01475/03346/index.html

    Alex

  6. admin sagt:

    Wie Ihnen ist auch uns nicht bekannt wie sich die Eintrittspreise entwickeln werden. Aber solch ein Projekt will finaziert werden – nicht nur der Bau sondern auch der laufende Betrieb. Man kann es dann einfach so sehen wie die Befürworter, dass alles zwangläufig besser wird und Millionen an neu erschlossenen Geldern in die Stadtkasse fließen. Man kann aber auch etwas realitischer sein und aus Erfahrungen lernen. Gerade in Konstanz wo leider schon so manches etwas teuerer wurde als geplant…

    Thomas Weisz

  7. admin sagt:

    Danke Gesine, Information ist wichtig. Natürlich muss man sich auch als KKH GegnerIn mit den Argumenten der Befürworter auseinadersetzten.
    Nichts desto trotz erschließt sich der Sinn einer derart millinonenschweren Investition in ein KKH meiner Einschätzung nach nicht so ganz. Nur ein paar Gedanken hierzu: In Konstanz herrscht seit langem ein Verkehrsproblem, welches nicht dadruch gelöst wird, dass noch mehr Verkehr in die Stadt geleitet wird. Zudem herrscht seit geraumer Zeit eine hitzige Diskussion um die Finanzierung des Umbaus des städtischen Klinikums.
    Es währe doch sicher sinnvoll für solche bereits bestehenden Probleme Geld in die Hand zu nehmen.

    Thomas Weisz

  8. admin sagt:

    Hallo Trionfi,
    auch dir danke für deinen Diskussionsbeitrag. Es freut uns sehr dass du dich mit unseren Argumenten auseinandergesetzt hast. Wir denken, dass genau dieser kritische “demokratische Wettbewerb” wichtig und richtig ist!

    Zu den leeren Kassen muss man leider anmerken, dass es sich hierbei nicht um unser Argument handelt, sondern um eines des Stadt. Beispielweise wenn es um das städtische Klinikum geht. Da hat die Stadt dann plötzlich keine Gelder zur Verfügung. Die Stadverwaltung stellt nun immerhin geplante Investitionen in Höhe von 70 Millionen in Frage und da geht es um Investitionen in Schulen, Kindergärten, Sportstätten, Konzilsanierung und Straßenbau.

    Das mit der Gewerbesteuer ist auch so eine Sache. Denn nur weil es ein gutes Jahr gab, sollten die Gelder dann nicht mit vollen Händen für ein KKH ausgegeben werden. Besser währe eben eine nachhaltige Stadtentwicklung durch zum Beisspiel Straßenbau, Verbesserung der Schulgebäude oder Modernisierung des Klinikums ohne dabei Personalkosten einzusparen.

    Und die Kosten für das KKH sind eben nicht so klar wie immer behauptet wird. Zumal Kosten ja nicht nur durch den Bau ansich entstehen. An dieser Stelle lohnt es sich wieder einmal den Kämmerer der Stadt Konstanz zu zitieren: “Sie werden von mir kein klares ja oder nein hören, ob die Stadt sich das leisten kann, dazu sind die Zahlen zu flüchtig”
    Und um ganz ehrlich zu sein, sind die über 60.000.000 € welche veranschlagt wurden ohnehin schon ein zu hoher Betrag.
    Zum guten Schluss wird ja nicht bemängelt, dass Eintrittspreise zu hoch sind. Wir fürchten eher eine Steigerung der Preise, um die Finanzierung der laufenden Kosten eines KKHs bedienen zu können.
    Wir hoffen weiter auf eine kritsche, faire Diskussion, damit wir am Ende alle etwas besser informiert sind und die best mögliche Entscheidung für Konstanz treffen.

    Franziska Stier

  9. admin sagt:

    Hallo Alex,

    vielen Dank für deine leider nicht sehr informative Anmerkung.

    Zu den Viedeos ist grundsätzlich zu sagen, dass wir so Gegener der großen Geldverschwendung eine Plattform bieten wollen, um ihre Meinung kund zu tun. Dies spiegelt aber nicht zwangsläufig die Meinung unserer Initiative wider.

    Hier noch kurz zu deinen “Argumenten”. Es ist ja schon mal eine gute Sache, wenn du dich informierst. Aber informieren heißt auch etwas von verschiedenen Seiten zu beleuchten. Es ist schon etwas billig eine Lobbybroschüre zur Wahrheit zu erklären und alle anderen Meinungen als “Vorurteile” auszublenden. Mal abgesehen davon, dass wir uns sehr wohl mit den Informationen der Befürworter auseinadersetzten.

    Und so richtig überzeugen kann die angesprochene Broschüre irgendwie auch nicht. Wenn die dort gesammelten Informationen denn so stimmen und die Finazierung kein Problem ist, warum verkündet dann der städtische Kämmerer und Projektleiter des “Konzerthauses auf Klein-Venedig”, Hartmut Rohloff, “Sie werden von mir kein klares ja oder nein hören, ob die Stadt sich das leisten kann, dazu sind die Zahlen zu flüchtig”?

  10. Benedikt sagt:

    Hi ,

    ich freue mich sehr darüber, dass hier und in der Konstanzer Bevölkerung ein intensiver Diskurs zu diesem Thema entstanden ist. Es ist sicherlich notwendig und wichtig sich mit dem Thema KKH auseinander zu setzen und sich am Bürgerentscheid aktiv mit seiner Stimme zu beteiligen.

    Ich halte Aussagen wie : ” Das KKH wird ein Haus für alle” oder ” Konstanz braucht das KKH für den wirtschaftlichen Fortschritt der Stadt ” für , freundlich ausgedrückt, gelogen. Wenn sich etwas nicht rechnet, die Stadt dabei miese macht und der Steuerzahler am Ende dafür aufkommen muss, spricht das nicht gerade für einen ausgewogenen, zukunftsorientierten wirtschaftlichen Fortschritt. Denn betrachtet frau/man die Fakten so kommt frau/man zu der vernünftigen Einsicht, dass sich das KKH nicht rechnen wird.

    - Es hat, für große Konzerte, wie Peter Fox, Andre Rieu oder Die Ärzte zu wenig Platz um die Gage für die Acts zu bezahlen. Ausser man setzt den Preiß bei über 100 Euro pro Karte an und dies kann sich bei weitem eine große Anzahl der Bürger einfach nicht leisten. Somit ist das KKH für Top Acts mit Fame vollkommen uninteressant und sie würden deswegen weiterhin nach Friedrichshafen kommen.

    - Betrachtet frau/man die Bilanz des Kongresswesens in der BRD, so sieht man das die Zahlen rückläufig sind.

    - betrachtet frau/man die schon jetzt sehr angespannte Verkehrslage und die mangelnde Infrastruktur in der Stadt, so möchte frau/ man sich lieber nicht ausmalen wie diese mit einem KKH aussehne könnte, sofern es doch erfolgreich ist. Von der gesundheitlichen Belastung der Bürgerschaft durch den Feinstaub will ich hier nicht noch reden…

    Fazit: Das KKH ist wirtschaftlich nicht rentabel, denn große Konzerte sind nicht finanzierbar und für die Künstler uninteressant. Es werden immer weniger Kongresse gehalten, umweltschädlich wäre das KKH an diesem Standort und mit dieser Infrastruktur auch, plus leere Kassen bei der Stadt.

    Nicht gerade zukunftsweisend und erschreckend was das für Auswirkungen auf die sozialen und kulturellen Bereiche der Stadt durch die dann notwendigen Einsparungen hätte und was dies für viele Menschen bedeuten könnte.

    Mit freundlichen Grüßen
    Benedikt

  11. Michael sagt:

    Hallo,
    immerhin kann man auf den Seiten der KKH-Gegner Argumente austauschen.
    Die KKH-Befürworter (Konstanz-gibt-den-Ton-an) lassen sich leider nicht auf eine Diskussion ein -> auf deren Seiten gibt es keinerlei Forum. Warum nur?
    Grüsse,
    Michael

  12. realfox sagt:

    @Alex!

    Dann weißt du sicherlich genauso gut wie wir, dass die Stadt sämtlichen eigens erstellten und in Auftrag gegebenen Vorurteilen in ihrer eigenen Broschüre durch die Bank weg widerspricht? Respekt!

  13. Gerry sagt:

    Hallo,

    Das neueste Video beeindruckt mich und bringt die Sache auf den Punkt!

    Wer egoistisch ist, nicht rechnen kann, die Welt noch nicht gesehen hat,
    nicht sozial eingestellt ist einen Horizont wie einen Tunnel besitzt der soll, darf mit Ja stimmen.

    Allen anderen bleibt nur das NEIN.

    In anderen Teilen der Welt verhungern Menschen, Deutschland hat die größte Arbeitslosenzahlen der Geschichte,
    eine Abwanderung von guten Fachkräften.
    Wir haben eine Weltwirtschaftskrise mit einer Neuverschuldung der Republik Deutschland von 80, 6 Milliarden.
    Konstanz hat zur Zeit über 120 Jugendliche welche jede Nacht auf der Straße rumlungern, die Kinderarmut nimmt
    auch in meiner Stadt einen hohen Stellenwert ein. Kinder Alkoholismus und “Perspektivenlosigkeit” ist ein ernstes Thema.
    Lehrstellenmangel ebenso, viele Firmen wandern ab von Konstanz- vom Tourismus allein kann man nicht leben.
    Konstanz ist mit 42 Millionen zur Zeit verschuldet – da passen die gut gerechneten 93 Millionen für das KKH und Infrastruktur
    überhaupt nicht.
    Wo sind die Vorbilder? Ich sehe keine in den Befürwortern des KKH!
    Schulden zu machen ist nicht vorbildlich! Schon gar nicht vor Kinder und Jugendliche die diese dann bezahlen müssen.
    In 20 Jahren ist der Kredit mit Zins und Tilgung nicht bezahlt!

    “who is” Gerry
    Ein Konstanzer Handwerksmeister 20 Jahre in dieser Stadt selbständig.
    Ein Architekt und Bauleiter der in der Byk-Guldenstr. aus gebrauchten Elementen einen Neubau vor 15 Jahren selbst gebaut hat.
    Ein freier Journalist der seit 10 Jahren aktiv für viele Fachmagazine schreibt.
    Fotograf – und Kameramann der die Welt auch mit anderen Augen sieht.
    Ein mutiger Abenteurer der die ganze Welt bereist hat und sich durch mehrere Guinness Weltrekorde in der Welt bekannt gemacht hat.
    Ein “Filme Macher” der die meisten seiner Filmpremieren im Konzil gemacht hat.

    Infosammlung:
    http://gerry.as/Politik/intro.h

  14. Gerry sagt:

    Enttschuldigt bitte bei der Info Seite fehlt der htm Hinweis

    http://gerry.as/Politik/intro.htm

  15. Sven sagt:

    Es ist ja schön hier zu lesen ,daß die Stadt 60 Mio Gewerbesteuer eingenommen hat, aber wofür das Geld alles ausgegeben wurde und wird, wird dann nicht ausgeführt. Hört sich ja erstmal viel an und suggerriert, das wir dann ja das KKH auf einmal oder evtl. auf zweimal abzahlen könnten. Es gibt aber sehr viele Angestellte, Kindergärten und Schulen und Krankenhäuser und Soziale Einrichtungen, das Straßenbauamt u.v.m. die wohl was dagegen hätten. Wer hier schon mit Zahlen um sich schmeißt und meint man müsse sich ja mal informieren und das zwar richtig, sollte das dann auch tun und dazu gehört das man sich beide Seiten anschaut.
    So wurde mir am letzten Samstag am goldenen Container an der Marktstätte , dann auch erzählt um wieviel Autos täglich der Verkehr an der Ecke Bahnhofsplatz und Bodanstraße weniger werden soll. da staunte ich nicht schlecht. hatte dann aber doch so meine Zweifel, weil wie soll das gehen, wenn man zwei Parkäuser , eins mit 250 und eins mit 450 stellplätzen bauen will , wie soll denn da der Verkehr abnehmen?? Man will da einen verkehrsberuhigten Bereich schaffen am Bahnhofsplatz ( Begegnungszone) . AHA ??!!
    Klar die Information ist total richtig ,das dann an dieser Stelle der Verkehr abnimmt, weil da ja dann auch keiner mehr fahren will. Aber daß dann die Bodanstraße und vor allem die Laube die ja heute schon in einem desolaten Zustand ist mehr belastet wird, musste man ja dann doch eingestehen.
    Und nebenbei wurde mir dann auch eingestanden, daß man ja eigentlich schon lieber auf dem Herose-Gelände gebaut hätte……
    Gerade “heute” wo wir erfahren haben wie das ist, wenn sich wenige Reiche nicht wissen zu benehmen, in dem sie unser Geld aus dem Fenster schmeißen!
    Ach wir haben uns da mal eben verspekuliert, ups, sorry, wir schau´n jetz mal betroffen, spenden auch was an irgendwelche Arme und kassieren schnell noch unsreren Bonus ein. Wir brauchen keinen Griechen-Tempel
    Auch hier wird mit Geld spekuliert was wir noch nicht haben, auch wenn andere Häuser in der Umgebung Gewinne haben sollten, heißt das noch lange nicht, daß das bei uns auch geschieht, zumal, wer will schon ewig im Stau stehn um zu einem Kongress oder Konzert zu kommen, wenn ich das in Friedrichshafen mit weniger Verkehr auch haben kann. Und wer schaut bitte während eines Konzerts oder Kongresses aus dem Fenster. Ihr werdet mir doch jetzt nicht weiß machen wollen daß bei Konzerten dieses Panorama-Fenster ohne Vorhang bleibt. Nach den ersten 2 mal wo da jemand währendessen reinschaut und dafür ja überhaupt nix bezahlt hat und dann auch noch die aussicht stört, wird da rigoros zu gemacht und auch sonst findet sich sicher ein Grund den Vorhang zu schließen, stand da doch in der Beschreibung ” Bei Bedarf mit Blick auf den See”.
    Und im übrigen ging es IMMER um den Standort, von Anfang an. Gegen ein Konzert und Kongresshaus sind nur wenige. Nur gegen den unrentablen Standort Klein-Venedig sind ca. 90 % ( von mir geschätzt)
    Bitte geht zum Wählen, je mehr gehen desto mehr Nein stimmen, je weniger gehen desto mehr ja stimmen und das Quorum muss auch erreicht werden, weil sonst is das alles für die Katz!
    !!!!!!!!!GEHT WÄHLEN !!!!!!!!

  16. David sagt:

    Das Problem das wir haben ist, dass leider sehr viele Menschen immer wieder auf solche Projekte hereinfallen. Sie lassen sich blenden und von haltlosen Argumenten unzähliger Lobiisten überzeugen, weil sie sich nicht überlegen, dass JEDER von uns in letzter Konzequenz die Dinge ausbaden muss.

    Was mich immer wieder erstaunt ist, dass nicht nur auf regionalen Ebenen immer wieder Menschen durch demokratische Wahlen an Entscheidungspositionen “gewählt” werden, wo sie dann Entscheidungen treffen, die sich kurz UND langfristig als Schuss in Ofen herausstellen und dass diese Personen daraufhin wiedergewäht werden, schockiert mich regelmäßig.

    Das Problem ist doch, dass die meisten Befürworter dieses Projekt nur befürworten, weil sie das Geld das ausgegeben wird nie selber in der Hand hatten. Würde die Stadt zu jedem Bürger gehen und sagen, sie bräuchte morgen von jedem 1500 € bar auf die Hand um dieses Projekt zu finanzieren, würden 99,99 % dieses Projekt ablehnen.

    Aber in Zeiten, wo Menschen wegen vorsprochenen “Steuererleichterungen” eine Kasperlekoalition wählen, wundert mich gar nichts mehr. Und hinterher wills niemand gewesen sein…

    Den Bau eines solchen Hauses kann im Prinzip niemand ablehnen, denn Investitionen in Kultur sind notwendig, ABER hier in diesem Fall muss man EINDEUTIG andere Prioritäten setzen.

    Es ist unumstritten, dass Konstanz im Vergleich zu anderen Gemeinden sehr gut dasteht, alledings darf das NIEMALS ein FREIBRIEF für grenzenloses Gelduasgeben sein. Keine Schulden sind doch besser wenige.
    Mich wundert übrigens, dass bei der Finanzierung des KKHs von 13 Mio. € RÜCKLAGEN gesprochen werden kann, wenn die Stadt über 40 Mio. € SCHULDEN hat?!

    Wen es noch wundert, dass wir Menschen wie Peter Zwegert brauchen, für Leute die die Post nicht mehr aufmachen, sollte bei der nächsten Wahl mal eine Minute länger darüber nachdenken, wo man sein Kreuz machen sollte, oder vielleicht mal überhaupt ein Kreuz machen, damit nicht solche größenwahnsinnigen Vorbilder mit Realitätsverlusst an solche Positionen kommen.

    Ich kann nur hoffen, dass bei dem Bürgerentscheid der Bau dieses Projekts abgelehnt wird und wir dann in zu produktiver Duskusion über die sinnvolle Verwendung der mobilisierten Gelder kommen können, denn dass in Bildung und Soziales dringends Investiert wird, kann wohl niemand abstreiten,

    Vielleicht können wir jetzt und in Zukunft verhindern, dass Gelder in Projekten wie diesen oder “vergoldeten” Bahnübergängen ohne Zugang zu Bahngleisen versängt werden.
    Stattdessen sollten wir darauf drängen (bei der nächsten Wahl!!!), dass solche Gelder in die Menschen dieser Stadt investiert werden, die diese Stadt erst zu dem machen, was sie ist!
    Und vielleicht können wir DANACH dann auch darüber nachdenken, realistische und sinnvolle KKHs zu bauen, z.B. an verkehrstechnisch und städtebaulisch SINNVOLLEN Orten wie den Great Lakes, wo man anstelle spießiger Eigentumswohnungen auch solche Dinge bauen könnte.

    In diesem Sinne können wir nur hoffen, dass am 21. dieser Unsinn abgewendet werden kann, alle daraus lernen und hoffentlich die richtigen Schlüsse daraus ziehen.

    Gruß David

  17. Bruno Neidhart sagt:

    Ich finde Euer Engagement o.k.! Ab und zu sollte man wirklich auf etwas “pfeifen” (Mit “Gibt den Ton an” abkupfern zeigt ihr euch allerdings – nebenbei gesagt, aber ordentlich unkreativ!). Doch nun zum “Pfeifen” in allen Tonarten: Ob es dann gerade eine Konzerthausplanung mit angegliedertem Kongressteil sein muss, um “darauf zu pfeifen”, ist eine andere Frage. Es ist immerhin zu berücksichtigen, dass damit der Hauptveranstaltungsraum der Stadt, der über 600-Jahre alte Konzilssaal, ersetzt werden soll. Wird das nicht im Grundsatz anerkannt – nicht nur vordergründig! -, sind Diskussionen wenn schon nicht höchst unergiebig, so doch extrem erschwert. Einige haben das auch begriffen, andere kaum. Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass auch deutliche Gegensätze im Kulturverständnis eine Rolle spielen (können), sogar das Junge und das Alte. Das müsste aber nicht sein. Alles an seinem Platz bis hin zur ultimativsten und alternativsten Szene. In unserer Stadt hat alles seine Berechtigung. Kultur ist weder nur Hinterhof, Garage oder Keller, als nur mit dem Begriff “Hochkultur” vergesellschaftet. Kultur kostet daher jeder Stadt eine Menge – nicht nur Konstanz. Wie könnte es anders sein. Kultur ist aber lebendiger vielfältiger Ausdruck, das ein Gemeinwesen enorm mit gestalten kann, ja muss. Aber so vielfältig wie Kultur ist, sind eben auch die Bewohner einer Stadt. Das erzeugt multiple Ansprüche nach allen Seiten. Alle gleichzeitig zu befriedigen ist daher nie einfach. Da sind sich die verschiedenen Szenenmacher schon auch mal selbst fremd und stellen individuelle Interessen in den Vordergrund. Beim KKH geht es der Stadt um etwas Übergeordnetes – beileibe nicht um “Pracht und Prunk”, wie manche darstellen wollen: Sie versucht u.a. sowohl der Konzertkultur (und damit besonders auch der Philharmonie) einen zeitgemässen Rahmen zu geben, als auch mit der angegliederten Kongressausrichtung – zusammen mit einem Hotel – ein klassisches Ganzjahresangebot in den wirtschaftlich-touristischen Kreislauf einzubringen (Mit den entsprechenden neuen Arbeitsplätzen gerade auch für jüngere Leute!). Das Haus soll für alle da sein, das perfekte Haus für alle gibt es dabei jedoch nirgends. Das ist der erkennbarer Teil quer durch alle Ansichten und Wünsche der vielen schreibenden, sprechenden und plakatierenden Kritiker. So wäre zum Beispiel eine Grossveranstaltungshalle geradezu gegen die Bestrebungen alternativ ausgerichteter “Kleinkultur” im hiesigen Raum. Die zum Teil “ausserirdischen” Eintrittsforderungen dieser (auch internationalen) Szenenmacher liegen bekanntlich öfter sogar weit über dem, was “klassische Konzertveranstalter” (oder auch Theaterleute) verlangen können. In Hallen (oder auf Festivals) gibt es in der Regel weder angemessene Jugend-, noch satte studentische Vorteile bei Tickets (Schon gar nicht für Rentner….!). Die ganze kommerziell ausgerichtete Dynamik ist hinlänglich bekannt. Es wird nicht selten somit das abgeschöpft, was dann für “Keller-” oder kleinere “Gewerbehallen-Events” nicht mehr zur Verfügung steht, stehen kann. Das Projekt Klein-Venedig ist nun sicher nicht gegen alle Kritik erhaben. Aber das wäre aus immer neu dargestellten Gründen bei jedem anderen Standort, ob am Wasser oder nicht, ebenso der Fall! Überall würden “Pfeifende” mit konzertieren. Gerade in kulturellen Belangen schlagen stets sowohl “echte”, besonders aber “fundamentale” Kritiker (Stichwort: “Gegen alles was von oben kommt”) zu Buch, also einerseits erfreulich sachlich kommentiert, oder eben dann mit vielem, an der Sache vorbei gehendem Nonsens durchtränkt (Die Spatzen pfeifen es hörbar vom Münster). “Kultur und Stadt” ist begrifflich untrennbar. Diese Bewusstheit muss immer wieder artikuliert werden – bereits in der Schule übrigens. Kultur gehört besonders heute zum Kernbestandteil einer wirtschaftlich erfolgreichen Stadt in einer permanent regional und überregional einwirkenden Konkurrenzsituation (Die jedoch Kooperationen nicht ausschliessen darf). Kulturelles Schlafen ist in jedem Fall keine Antwort für die Zukunft einer Stadt, schon gar nicht auf die einer Universitätsstadt. Mut dagegen schon – auf Mut zu “pfeifen” dagegen kaum.

  18. David sagt:

    Konstanz als eine kulturarme Stadt zu bezeichnen halte ich für unmöglich.
    WIr haben ein überregional bekanntes und anerkanntes Theater mit sehr angemessenen Spielstädte und auch die Philharmonie scheint mit ihren Auftritten im Konzil nicht unerfolgreich zu sein!

    Außerdem Streitet auch keiner ab, dass ein Solches Haus (KKH) auch vorteile bringt: besser gehts immer, ABER TEURER LEIDER AUCH!!!

    Bevor man darüber nachdenkt, ein KKH mit “vergoldeten Türklingen” zu bauen, sollte man auch darüber sprechen, wie man es schaffen kann, dass ALLE in der Gesellschaft die möglichkeit haben, auch an kulturellen Ereignissen der Stadt teilzuhaben. Dies fängt schon bei der Bildung an, geht weiter über behindertengerechte Stadt (Kreuzungen, große Umsteigehaltestellen, Bahnhöfe, uvm. Herr Neidhart , setzen Sie sich in einen Rollstuhl und versuchen Sie mal eine Rundfahrt durch die Stadt, über Bahnhof, Bahnhof Petershausen, Sternplatz, Zäringer usw. zu machen!) und endet bei den finanziellen Möglichkeiten sich Konzert- oder Theatertickets leisten zu können.

    Der Standort wird doch tatsächlich nur wegen der ohnehin schon angespannten Verkehrslage (Bodanstraße, Laube), der fehlenden Alternative zur Freilichtbühne Klein Venedig und der fehlenden alternativen Standortsuche kritisiert.

    Wir spenden freiwillig Milliarden für Haiti (was ich für sehr sehr wichtig halt!) Afrika usw. und vergessen gleichzeitig, dass es in unserer eigenen Gesellschaft fast genauso viele Baustellen gibt und damit meine ich nicht das KKH. Anstatt sich aber den Kopf darüber zu zerbrechen, wie man ernsthafte gesellschaftliche Probleme (Kindesmissbrauch, Kinderarmut, Altersversorgung/Altenpflege, Krakheits-, verzeihung, SCHULDENABBAU, Gesundheitssystem, um nur einige Punkte zu nennen…) lösen könnte, lassen wir uns mit “Brot und Spielen” ablenken. Ich will nicht alles schlecht reden, aber mansche Menschen vergessen gesellschaftliche Probleme sobald sie nicht mehr selber betroffen sind!

    In diesem Sinne, Gruß David

  19. realfox sagt:

    @ Bruno Neidhardt

    Gegen ein Konzerthaus in Konstanz sind prinzipiell die wenigsten. Wogegen wir uns aber stellen, ist die Art und Weise und die Form des Projektes. Es geht in keinster Weise darum, ob ich mit einem billigeren Ticket reinkomme in eine Verantaltung oder nicht. Es geht darum, dass dieses Ding Namens KKH:

    Erstens: Auf völlig verseuchtem Untergrund steht – da wurden früher Schiffe verklappt und Röntgenröhren liegen da auch irgendwo im Boden! Was der “Grüne” Oberbügermeister macht, ist eine Müllversiegelung – es wird nie wieder möglich sein, diesen Schund da raus zu holen und ALLES wird unter dem KKH auch nicht entsorgt. Das ganze Konstrukt ist eine Fehlplanung. Es ist davon auszugehen, dass das Grundwasser konterminiert (im zweitgrößen See Europas!!!, welche zig Leute mit Süßwasser versorgt). Ein weiteres Umweltproblem: Die Stadt propagiert durch die Bank weg Lügen, wie man das Problem in der Bodanstraße und die Verkehrsanbindung lösen will. Eigene Verkehrsgutachten werden durch die Bank weg ignoriert – und selbst wenn man es schafft, den Individualverkehr in der Bodanstraße einzudämmen, muss der ganze Verkehr dann zwangsläufig über die Laube. Wenn jemand ein zusätzliches Parkhaus hinpflanzt, wie geplant, kann man mir nicht erzählen, dass man darauf setzt, dass nur noch Schweizer mit dem Zug nach Konstanz kommen. Wenn, dann will man doch A, den innerdeutschen Tourismusmarkt mitbewerben und außerdem hat Konstanz keine ICE-Anbindung und wird sie auch in absehbarer Zeit nicht haben.

    KEIN Hotelbetreiber möchte das Hotel im Moment haben – Treugast ist eine Consulting-Firma, die den Spaß vermittelt. In den letzten 2 Jahren hat die Stadtverwaltung jeden erdenklichen Hotelbetreiber in Deutschland belästigt, die Consulting-Firma ruft jetzt die selben Leute an. Wo sollen dann Arbeitsplätze entstehen, wenn bisher jeder Betreiber abgelehnt hat? Wenn, dann wird eine Ausweitung wieder im 400-Euro-Sektor durch den Herrn Fluck stattfinden, der Putzkräfte an die Hotels vermittelt – sozialversicherungspflichtige, tariflich gebundene und vor allem sozial verträgliche Jobs sehen anders aus.

    Wenn dann, wie von Ihnen/Dir geschrieben, anderen, kleinen Hallen die Konzerte/Veranstaltungen ausgehen, dann fallen dort a) auf Dauer Arbeitsplätze weg. Und b) geht ja dann dem zu Folge Deine/Ihre eigene Argumentation nicht auf, da Sie/du von Events sprechen/sprichst, die bereits da sind.

    Zweitens: Wenn die finanzielle Situation ein Flopp wird, (und wir haben in unserem Videro extremst zu Gunsten der Befürworter gerechnet), ist die Philharmonie auch nicht mehr da. Diese wird jetzt schon mit 2 Millionen Euro jährlich bezuschusst – auf entsprechend kritische Nachfragen, wie es mit der Finanzsituation dafür aussieht, wenn mal ein KKH dasteht, antworten die Bürgermeister und Kämmerer ausweichend oder gar nicht.

    Drittens: Andere Konzerthäuser sind von privaten Stiftungen finanziert, das Messegelände in Friedrichshafen und die entsprechenden Hallen dort bieten aus dem Stehgreif 10.000 Zuschauerplätze. Ein Oberbürgermeister aus Feiburg fährt gerade rum und erzählt, wie toll seine Konzerthalle funktioniert. Seine Stadtkassen sind leer, Wohnungen in öffentlicher Hand mussten verkauft werden – das darf es nicht sein.

    Viertens: Wenn eine Stadt für ein solches Mammut-Projekt das örtliche Krankenhaus an eine Krankenhauskette verscherbelt, läuten bei mir persönlich die Alarmglocken. Die Krankenhäuser werden dann auf Rentabilität getrimmt. Ich persönlich, der ein chronisches Nierenleiden hat und als Studierender auf dieses Krankenhaus unter Umständen angewiesen ist, möchte nicht nach meinem Geldbeutel behandelt werden, sondern nach meinen BEDÜRFNISSEN. Auch hier gilt außerdem: Es fallen sozialversicherungspflichtige Jobs weg und man kann ohne Probleme tarifliche Regelungen unterlaufen als Privater. Gleichzeitig beschneidet sich die Stadt wieder einmal. Nachdem sie sich von den Stadtwerken getrennt hat, die Kläranlage Cross-border-geleast ist, folgt hier nun ein weiterer Akt der Selbstbeschneidung.

    Weißt Du/Wissen Sie, wie sich Krankenhausketten über Wasser halten? Da werden Scheichs von sonstwoher eingeflogen für teure Schönheitsoperationen, damit man sich die Grundversorgung anderer PatientInnen noch leisten kann. Ich glaube, es ist allgemein Konsens, dass wir uns in einer Zeit befinden, in der es dem Planeten nicht besonders gut geht – aber muss ich für den Spaß jetzt noch Kerosin verbrennen?

    Und abschließend: Es geht der Stadt sehr wohl um Pracht und Prunk: Viele ältere Wähler werden mit den Phrasen gefischt “Wir brauchen das” und “Wenn jetzt nicht, dann hat Konstanz nie mehr eins.” Ich will niemandem zu nahe treten, aber diese Leute glauben das, da sie ein Konzerthaus in Konstanz dann in ihrer Lebzeit auch wirklich nicht mehr erleben.

    Ich bin der Meinung: Ja, von mir aus, Konstanz soll sich um geeignete Räumlichkeiten für die Philharmonie bemühen. Aber nicht da auf Klein Venedig, nicht zu dem Preis mit diesen Folgekosten, nicht auf Kosten des Stadtbildes und nicht auf Kosten dessen, worum sich eine Kommune zuerst zu kümmern hat: Öffentliche Daseinsvorsorge, das heißt Schulen (nicht nur Gymnasien, wie in letzter Zeit im Gemeinderat üblich), Schaffung von Obdachlosenunterkünften, in denen Obdachlose mit Hund hinkönnen (ein aktuelles Thema in den Ausschüssen, viele Obdachlose hängen an ihren Hunden, keinen Technokraten interessiert’s), behindertengerechter und barrierefreier Straßen- und Städtebau, Krankenhaus und ärztliche Versorgung und den Erhalt und Ausbau bereits vorhandener städtischer Kultur (das Theater ist trotz sehr gutem Programm im Moment schlecht besucht).

    Wenn man einen Park auf Klein Venedig setzen würde, wie es die Schweizer beispielsweise überlegen, könnte man den konterminierten Boden auch vollständig ausheben und hätte eine Grünfläche, von der tatsächlich ALLE was hätten.

    Ach ja: Auffällig ist, dass der Wiedemann (NGL) im Gemeinderat als Hotelier zu den stärksten Befürwortern des Projekts zählt. Warum wohl?

  20. Bruno Neidhart sagt:

    Man kann natürlich alles zerstören was die Stadt plant. Dass es bei jedem Projekt Widerstände gibt, ist nicht gerade neu und wirkt nicht selten sogar befruchtend. Wenn nun jedoch plötzlich alle KKH-Gegner – ausser den stadtbekannten Fundamentalkritikern – ein Konzerthaus wollen, erstaunt das schon etwas. Argumentativ tritt man auf der Stelle, und so wird – das ist durchaus schön – für einmal breites, verständnisvolles Kulturbewusstsein manifestiert und (gefühlt) nicht nur “Alternatives” in den Vordergrund gerückt (es gibt sogar Insider solcher Institutionen, die sich positiver zum KKH stellen). Das vielfältige “Ding KKH”, geehrter “realfox”, ist sicher nicht ganz so schlecht wie es Ihr Totalverriss sehen möchte. Die Minuspunkte, die im Zuge der Gesamtplanung zum Teil noch verbessert werden können und müssen – so läuft es bei der Realisierung grosser Projekte immer, sind bekannt. Gerade dazu können Sie sich argumentativ sinnvoll einbringen. Und: Sealife und Bodenseearena stehen bereits auf Auffüllgrund (Wo sogar noch der Küchenschrank unserer Mutter am Verrotten sein müsste!). Beim damaligen Bebauen wurde das Mögliche getan, was gesetzlich vorgeschrieben war. Inzwischen sind die Gesetze strenger, hat man erfreulicherweise einiges dazu gelernt (Herr Schäfer könnte z.B. als “selbsterklärter Spezialist” bei der Entsorgung von Altlasten beigezogen werden, wenn er dies wünschen sollte!). Und: Jede attraktive Stadt hat heute ihre spezifischen Verkehrsprobleme, die schlafenden dagegen nicht. Auch ich finde nicht alle Konstanzer Lösungen kreativ und mutig genug. Würde hier die Stadt grundsätzlich aber “lügen”, alles schönreden wie Sie meinen, würde sie sich laufend ins eigene Fleisch schneiden. Die Frage ist bekanntlich vor allem die, sind die ca. 50 Bodan-Spitzentage zu verkraften, sind sie unvermeidlich, sind wirksame Korrekturen möglich, um den “wirtschaftsorientierten Besucherverkehr”, an dem die Stadt natürlich Interesse hat – konkurrenzbedingt haben muss, auch im Sinne der Kritiker zu verbessern (ansonsten läuft doch der Verkehr – gemessen an anderen Städten – ordentlich geregelt ab!). Auf Dauer kommt die Stadt um mehr feste Spuren für die Busse sicher nicht herum., denke ich. Hier könnten sich Kritiker sinnvoll einbringen. Es wäre gut für den ÖPNV. Wenn in Friedrichshafen (oder Ravensburg) bei Hallenevents öfter mal 10′000 und mehr die Stadt heimsuchen, ist dort ordentliches Chaos angesagt. Diese Massen hat Konstanz nicht (ausser mit Rock am See, Seenachtsfest, Flohmarkt). Die Zeppelinstadt setzt hier andere Bezugspunkte, ist strukturell mit Messe und Flughafen und Technikmuseen usw. anders gelagert als das mittelalterliche Konstanz, das sich – schon oft erwähnt – mit dem KKH eine Modernisierung der kulturellen (und touristischen) Infrastruktur erhofft. Und was haben – bei allem Verständnis – Scheichs oder Hunde mit dem Projekt Klein-Venedig zu tun? Und Kreuzlingen hat noch mindesten 10-15 Jahre Sportplätze im Hafenareal, bevor diese im Westen zum CH-Döbeli (oder badisch: “Döbele!) auf der ehemaligen Natureisbahnfläche, oder dann zum Strandbad im Osten hin verlegt werden sollen (Ich kenne die Verhältnisse auf Schweizer Seite gut). Zur Zeit wird bei der Arena gerade ein Kunstrasenspielfeld verlegt. Vor dem KKH kann bis zur Uferkante, vom Sealife bis zur Kunstgrenze, jederzeit ein grosser zweiter Stadtgarten entstehen und er stünde dem grossen KKH-Vorgelände vorzüglich an. Dem liegt nichts im Wege ausser der kreativen Suche nach einem Ersatzgebiet für die zeitweilig dort aufkreuzenden Unterhaltungszelte bis hin zum Hamburger Fischmarkt (dafür ist dieser Standort am See nun wirklich auf Dauer zu schade). Und, sehr geehrter “David”: Ist dann wirklich auch alles so schlecht in der Stadt? Müssen sogar noch “Kindesmissbrauch” und “Rollstuhlgängigkeit” usw. in den Diskurs gegen das KKH verwendet werden? “Lobbyisten” gibt es allerorts – bis hin zu Kleintierzüchtern. Alle verteidigen ihre Felle. Das ist nun mal so. Aber anzunehmen, die Gelder welche die Stadt nicht für das KKH aufzuwenden hätte, stünden am 22.3. gleich für was anderes zur Verfügung, etwa für Dinge, die nur bedingt mit einer tatsächlichen Verbesserung der städtischen Infrastruktur, die ja in die Zukunft weisen soll (Der Franzose sagt bekannlich: “Regieren ist Voraussehen”), spricht gegen jede Logik im parlamentarischen “Spiel” von Stadt- und Gemeinderäten – überall in Demokratien. Jedes Vorhaben hat da seine eigene Dynamik , und so wird dann “auf Teufel komm raus” eben lobbyiert, wird schliesslich die Meinungsbildung im Volk auch immer Befürworter und Gegner hervorbringen, werden Kompromisse entstehen. Natürlich, geehrter “realfox”, können auch Konzerthäuser – als letzte Konsequenz – privat finanziert werden. Aber gerade das möchte man nicht unbedingt, würde dies doch die Tendenz beinhalten, den bekannten “Clash der Kulturen” ausgerechnet innerhalb der Stadt zu fördern. Dem will man mit einem “offenen Haus für alle” – oder zumindest: für viele! – mit einem bunten Reigen von Veranstaltungen (bis hin zu Sport und Tanz) entgegnen. Im übrigen wünsche ich Ihnen für Ihre Gesundheit das beste. Ich bezweifle nicht, dass sie in unserer Region auch zukünftig eine gute medizinische Versorgung bekommen, sollte diese notwendig werden (Ich arbeitete – nebenbei gesagt – jahrzehntelang “klinisch” in der Region). Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.

  21. admin sagt:

    Sehr geehrter Herr Neidhart,

    ich lese aufmerksam Ihre Beitrag und freue mich einerseits darüber, dass Sie sich an der Diskussion beteiligen. Aber auf der anderen Seite gelingt es mir nicht sämtliche Ihrer Argumente gänzlich nach zu vollziehen.
    Welche Insider von was für Institutionen stellen sich positiv zum KKH? Was verstehen Sie unter Kulturbewusstsein? Was meinen Sie mit “nur Alternatives”? Glauben Sie wirklich Verkehrsprobleme sind ein Merkmal atraktiver Städte? Und ist es ihr Ernst, dass ein privat finaziertes KKH den “Clash der Kulturen” fördern würde?

    Ich währe Ihnen dankbar, Sie würden Ihre Argumente etwas klarer formulieren. Sowohl sprachlich als auch inhaltlich kann ich Ihnen nicht immer folgen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Weisz

  22. Bruno Neidhart sagt:

    Sehr geehrter Herr Thomas Weisz, Argumente sollen zur Reflexion anregen, nicht einfach übernommen werden. Es ist nun aber nach Wochen endgültig das Fehlen einer – sagen wir mal sehr grossspurig – “dialektischen Ebene” in der KKH-Diskussion erkennbar, was heisst, dass die Wahrheitsfindung rund um das Projekt nur ansatzweise durch das Überwinden widersprüchlicher Meinungen möglich ist. Die Fronten sind längstens erstellt, ein argumentatives Verblöden macht sich breit. Treffendes Beispiel am Rande: Ich habe gestern auf der Markstätte eine (erregte Frauen-) Stimme gehört mit dem Argument, man solle erst mal die Wollmatingerstrasse flicken. Auf meine Frage hin, “Wären sie nach deren Erneuerung bereit für das Projekt zu stimmen?”, meinte sie: “Wir brauchen so was in Konstanz nicht”. Was soll man dazu sagen! Und solche politisch unverständlichen Einwürfe abseits der eigentlichen Fragestellung gibt es leider in Hülle und Fülle. Man liest sie, man hört sie, man sieht sie bebildert. Dagegen geht es (demokratisch) nach wie vor um die ganz, ganz simple Frage: Ist Konstanz bereits für das zu votieren, was die Mehrheit in den Räten befürwortet. Und nur deshalb kommt es am Sonntag zur Abstimmung. Die Bürgerinnen und Bürger sind mit allen Konsequenzen zurecht zu dieser einzigen Frage aufgerufen, handelt es sich doch sowohl aus finanziellen wie aus kulturellen und gesamtwirtschaftlichen Erwägungen ohne Zweifel um einen “ordentlichen Brocken”, wie ja offen bekannt gemacht wird. Die tausend Argumente dagegen quer durch alle Gruppen und Grüppchen beantworten diese Frage meistens nicht stringent, sondern halt oft durch die persönliche Befindlichkeit gesteuert auch emotional mit vielen Klein- und Scheinargumenten bis hin zum Eigennutz, wie das Beispiel oben exemplarisch zeigen mag. So ist noch kein Gemeinwesen geschaffen worden! Nun ist es keineswegs so, dass die Befürworter nicht auch mal Emotionen und eigene Interessen einbringen. Aber sie sind letztlich nun mal “stringent” überzeugt, dass ihre Sicht heute und für die Zukunft die richtige für die Stadt sei, dass man endlich (nach vielen verlorenen Jahren) mit allem Hätte, Könnte, Müsste, usw., aufräumen sollte, man damit einfach nicht weiter kommt. Und so wird dann auf der einen Seite vorgetragen, es handele sich um eine elementare Entscheidung, die Konstanz kulturell und wirtschaftlich in den kommenden 25 Jahren prägen kann. Die Gegner haben meiner Ansicht nach nicht die gleich klare befragende Sicht wie die Befürworter. Daher sind die versuchten zarten Annäherungen, ebenso “total” für “Kultur” zu sein, nur nicht so und dort und Dieses und Jenes, usw., höchst fragwürdig (Die SPD etwa plakatiert sogar so, als stellten sich die Genossen natürlich nur gegen ein “Kongresshaus” – nebenbei damit zum Erstaunen natürlich auch gegen eine erweiterte Arbeitsplatzbeschaffung!). “Brauchen den ganzen Sch…….nicht” wäre in der Summe da für einmal ehrlicher. Das wagen aber nur wenige zu sagen. Zum Insiderischen: Es werden zum Glück auch einige Stimmen hörbar – bei KoKo, bei studentischen Vertretungen, im Sportbereich, usw., die etwas differenzierter an die Sache heran gehen als wie ein enger Führungszirkel generalisierend meint posaunen zu müssen, nur ihre “Botschaft” sei die richtige Antwort. Zur Kulturbewusstseinsfrage: Kultur beginnt bei der elementaren Daseins-Frage und -Fürsorge und geht über den mitmenschlichen, gegenseitigen Respekt bis hin zum Transzendenten. Wo und wie man sich darin be- und empfindet, ist jedem persönlich überlassen. Kultur ist bekanntlich aber verbindend in viele Lebensbezügen, sollte Trennendes möglichst vermeiden. Also ist Gemeinsames auch auf Gegenseitigkeit gefragt, nicht privater Rückzug in sein Reich. Den Begriff “Alternativ” haben übrigens Alternative eingeführt und wissen wohl, was sie damit meinen. So ist eine Trennung zu anderen (Kultur-) Vorstellungen zumindest begrifflich vollzogen worden, im menschlichen Bezug kann jedoch nichts getrennt werden, nur anders empfunden. Attraktivität einer Stadt: Sind verkehrslose Städte attraktiver ? (Bin oft in den östlichen Bundesländern unterwegs und habe da so meine Meinung über das “Kohl’sche Blühende” – nicht so in Dresden, Leipzig, Jena, Naumburg, u.a.!). Machen wir es uns also zum Sonntag einfach: Werfen wir die vielen beiderseitigen Argumente auf den Misthaufen. Sie sind am Vergammeln, schon zu Beginn zu trennend gewesen, ohne Aussicht auf Verständigung – vielleicht sogar, was schlimm wäre, kulturbedingt. Sie befördern nur noch zum x-ten Mal Unnützes zu Tage und erregen höchstens Hitzköpfe nicht selten in privaten, gegenseitigen Abrechnungsversuchen. Ist bekannt. Zum Selbstfinanzierten: Würde zumindest oberflächlich einen Zusammenprall von unterschiedlichen Kulturbegrifflichkeiten vermeiden helfen, brächte aber nichts, da Respekt und Verständnis auch in der unterschiedlichen Kulturauffassung zielführend sein sollte und geradezu elementar zu einem Gemeinwesen gehört (Und so ist es auch gut: Ich glaube in diesem Zusammenhang nicht, dass viele “Hochkulturler” – nenne wir mal die Gilde so – gegen eine Schänzle-Sporthalle oder derzeit gegen eine Ellenrieder-Doppelhalle eingestellt waren oder sind!). Also dann: Entweder ein JA oder ein NEIN mit allen Langzeitkonsequenzen in der einen oder anderen Richtung zum – wie auch immer gearteten – “Leidwesen” der einen oder anderen Seite. Die jetzige Konfrontation ist sicher nicht gut. Sie kann bei entscheidenden zukünftigen Fragestellungen zur Stadt nachwirken. Wäre ausgerechnet zu den 600-jährigen Konzilsfeierlichkeiten 2014-18 aber höchst überflüssig – ein KKH wohl eher weniger. (So eine Schlussbemerkung musste noch dran glauben!).
    Freundliche Grüsse!

  23. David sagt:

    “Machen wir es uns also zum Sonntag einfach: Werfen wir die vielen beiderseitigen Argumente auf den Misthaufen. Sie sind am Vergammeln”… und schreibt sowas, man könnte auch merken, dass man selber das macht, was man an anderen kritisiert, mir fehlen die Worte…

    Ich denke, dass diese entscheidung eben gerade NICHT einfach nur mit JA oder NEIN beantwortet werden kann.

    Vielleicht wären viele Gegner des KKH nicht so kritisch, wenn die Initiatoren des KKS nicht so offensichtlich augenwischerisch vorgehen würden. Kein “privater” Unternehmer würde mit so wagen Schätzungen über Baukosten, Folgekosten und Auslastung/Einnahmen ein solches Pojekt stämmen, geschweigedenn einen Kredit dafür bekommen, auch nicht bei der unterstützenden Sparkasse!

    Vielleicht wären auch einige weniger kritisch, wenn sie etwas mehr Vertrauen in die Finazierung solcher Projekte hätten. Budesweit kann man doch beobachten, dass durch die Bank weg von der Gemeinschaft finanzierte Projekte immer teurer sind, als anfänglisch beanschlagt, das beste Beispiel hierfür bietet die Stadt Konstanz doch selber, ich sage nur Brücke bei Bahnhof!

    Vielleicht gäbe es auch weniger Gegner, wenn die Befürworter endlich einfach zugeben würden, dass sich die Verkehrssituation zuspitzen wird und was auf alle Bürger auch die Zukünftigen finanziell zukommt. Ich bin mir sicher, dass viele auch Einschränkungen hinnehmen würden, wenn sie mit hoher Wahrscheinlichkeit wissen, mit was sie es zu tun haben werden, Unsicherheit hemmt viele!!!

    Vielleicht würden auch mehr zustimmen, wenn endlich mal die Verhältnisse stimmen würden. Im sozialen Bereich muss man Jahre lang um jeden Cent kämpfen, hier haut man auf einmal mehr raus, als man für Bildung und Soziales in letzter Zeit ausgegeben hat!

    In diesem Sinne sollten wir nicht alle Argumente einfach auf den Misthaufen werfen, sondern versuchen, in eine sinnvolle Diskusion einsteigen!
    Wenn die Diskussion natürlich so verbittert wird wie in den letzten Tagen, gebe ich zu, macht es wenig Sinn weiter zu diskutieren, genauso wenig Sinn mancht es aber auch alle Argumente mit poetischer Diarrhoe auf dem Misthaufen zu beerdigen.

    In diesem Sinne hoffe ich, sehr geehrter Herr Neidhart, dass Sie demnächste bei Ihrem Stamm-Bauer-Edeka an der Kasse schnell zum mitnehmen ein Hybridauto finden. (So eine Schlussbemerkung musste noch dran glauben!).

  24. Sven sagt:

    Hallo nochmal
    wow, wird hier viel geschrieben!!
    nun hier so wie auch an der Podiumsdiskusion am Donnerstag , wird mit Argumenten und Zahlen um sich geworfen das einem ganz schwindelig wird. beide Seiten behaupten im Recht zu sein, werfen dem Gegner Falschdarstellungen vor, jeder schaut sich nur die Zahlen an die für Ihn/Sie wichtig und richtig sind. Was aber beide Seiten sehen ist,
    daß es mehr Verkehr gibt.
    Und das ist das Problem was wir haben werden. Die eine Seite beschwört eine halbe Naturkatastrophe herauf und die andere Seite verharmlost.
    klar kommen Konzert und Kongressbesucher nicht zur Einkaufs-Stoßzeit
    und dadurch könnte es evtl. gelingen die Schadstoffe besser über den Tag zu verteilen .(am Rauchen stirbt man ja auch nicht gleich:-))
    Das Problem seh ich aber nicht darin
    Vorweg möchte ich sagen, das viele Argumente der Befürworter schon nicht schlecht sind, es ist richtig, daß eine so gute Philharmonie einen vernünftigen Saal bekommt. Es ist richtig das durch die Besucher die Stadt nicht nur an Konzertkarten und Kongressgebühren verdient, sondern auch dadurch daß diese Leute in der Stadt einkaufen, essen und trinken gehen.
    Es ist richtig daß dadurch neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
    das sind alles wichtige Punkte für Konstanz.
    Aber, und jetzt zu dem Problem, Durch den mehr Verkehr werden die Leute ausbleiben, die scheren sich nicht um Schadstoffwerte, Die wollen zügig an den Ort der Veranstaltung gelangen. Jetzt hat mir jemand von den Befürwortern gesagt, daß eben die Kongressbesucher(gehen wir mal davon aus, das Kongresse wirklich zukunftssicher sind) ja nicht zur Haupt-Einkaufszeit kommen, sondern morgens oder abends anreisen. Erstens frage ich mich ob es den Menschen die an der Laube oder Bodanstraße wohnen, zuzumuten ist daß sie dann ganztägig viel Verkehr vor der Tür haben ?
    und Zweitens, frage ich mich ob die Herren und Damen aus dem Stadrat, der Befürwortenden Bürgerinitiativen , der Verkehrsplaner und auch Herr Baur schon mal in den letzten 20 Jahren, früh morgens versucht haben nach Konstanz rein zu fahren, Aktuell berichtete mir ein Bekannter daß er letzten Montag morgen ca. 40 Minuten vor Konstanz stand, lassen Sie es nur 30 Min. gewesen sein, aber sagen Sie mir jetzt bitte einmal, was mich als Kongress-Besucher motivieren sollte ein zweitesmal zu kommen. Wenn ich dann nur auf einer Tagung bin habe ich Abends dann das gleiche Problem, wenn ich wieder aus Konstanz raus will und eine 20er und 30er-Zone motivieren mich da nicht unbedingt wieder zu kommen. Klar sagen sie jetzt die fahren dann ja gleich über die Grenzstraße und über die Schänzle Brücke–> Stimmt!! Aber daß tuen die anderen alle auch!!

    Nur dieses Konzerthaus, was schön liegt, weil es so schön ist, weil es Energie-effizient ist. Das ist ja alles ganz nett, aber mehr nicht!! Wenn ich in einem Konzert oder Kongress/Tagung sitze interessiert es mich nicht wie es aussenrum aussieht. Moderne Architektur ist Geschmacksache und in 20 Jahren ist sie dann auch nicht mehr modern und solche Rechtwinkligen Bunker gibt es überall, der eine schöner der andere weniger schön. ich persönlich finde den Entwurf ganz passabel, aber nichts besonderes, nichts was mich dazu verleiten würde nur wegen dem tollen Haus nochmals zu kommen.
    Und die Energieeffizienz könnte ggf. Umweltverbände beeindrucken und dazu führen daß sie nochmals kommen, Ärzten, Gastronomen, Pharmazeutikern , u.u.u. tangiert das wohl nur peripher . und wenn ich als Umweltverbändler dann weiß, daß ich hier auf Müll sitze und 40 Minuten bei der Anfahrt und 40 Minuten bei der Abfahrt die Umwelt verschmutzt habe, komm ich auch nicht mehr !!
    An anderer Stelle wie z.b. auf dem Herose, oder Great-Lakes-Gelände, hätte ich hingegen eine gute Verkehrsanbindung zumindest in die Schweiz. Das wurde dann aber sicherheitshalber vorher verkauft. Und dann wurde mir gesagt, das da ja von wegen Müll, eventuel noch mehr schlimme Sachen im Boden versteckt sind, waren das dann doch zwei Chemie-Fabriken , Oje Ja !!
    aber Familien kann man da ja einziehen lassen!!!
    lg Sven
    Sagts Euren Nachbarn, euren Freunden, euren Bekannten, den Leuten die Ihr auf der Straße trefft :
    !!!GEHT WÄHLEN !!!

  25. Christoph sagt:

    Hey Leute,

    bereits 2003 hat sich beim Bürgerentscheid zum KKH die Mehrheit der Abstimmenden Konstanzerinnen und Konstanzer gegen den Bau ausgesprochen – das verschweigt die Stadt nämlich in ihrer tollen Infobroschüre, die ich außerdem ziemlich voreingenommen finde. Trotz des damaligen Bürgerentscheids hat der Gemeinderat das Projekt weiterverfolgt und somit wider dem Willen der Bürgerinnen und Bürger gehandelt – das lässt sich mit meiner Vorstellung von Demokratie nicht vereinbaren. Die Stadt hat in den letzten Jahren Millionen Euro an Steuergeldern für Werbung für das KKH investiert; Geld das für soziale Projekte oder eine bessere Infrakstruktur hätte ausgeben können.
    Deshalb Leute stimmt zahlreich gegen den Bau eines KKH auf Klein Venedig, damit der Bürgerentscheid nicht wieder am Quoum scheitert und für die Stadt bindend ist!

  26. Bruno Neidhart sagt:

    Sehr geehrter David, Sie bestätigen das, was ich geschrieben habe: Die Sache dreht sich im Kreis – oder noch besser, es sind zwei Kreise die sich unabhängig voneinander bewegen und sich zum Andocken nicht nähern wollen. Die einen sehen “das Ding” vor sich, die anderen wollen es “auf Teufel komm raus” nicht sehen. So einfach ist das (Man könnte Trappatoni erwähnen mit seinem Kultspruch: “Ich habe fertig”). Und so nimmt man dann auch mal Zuflucht zu ganz persönliche Anliegen, entzieht sich so jeder objektiveren Bewertung der grundsätzlichen Frage und garniert alles sogar noch (wie “sven”) mit dem Berufsverkehr nach und von Konstanz.(Rock am See nicht vergessen, Seenachtsfest, usw.) Das ist eine ganz andere Geschichte, da staune ich selbst über die rückständigen Verkehrsmassnahmen ab Allensbach West bis Konstanz in den vergangenen 30 Jahren (Wo nun endlich gearbeitet wird). An der Bodanstrasse stand ich dagegen noch nie im längeren Stau, da ich mich an den Spitzentagen anders verhalte, – öpnv-mässig (Kommt zwar oft teurer als “Parkhaus”, aber ich mache es), was viele Konstanzer (und Kreuzlinger/Thurgauer) anscheinend noch zu wenig tun, sonst hätte man bereits jetzt eine deutliche Entspannung in der Stadt, so wie es die Kritiker wünschen, auch der feinstaubzentrierte Herr Schäfer. Engagiert Euch dazu. Es ist nicht so, dass sich die suboptimale Situation bei besonderen “Ferien- und Lagotagen” (Wenn sich Gehalts- oder Rentenkonti oder sonstige Lebenseinkünfte wiedermal in besserer Form zeigen sollten) nicht lösen liesse. Kreativität ist immer die bessere Antwort als stetiges “Befürchten”. Es sieht zur Ehrenrettung bestimmter Gegner allerdings manchmal auch so aus, dass einige nach einer deutlichen Verbesserung der Verkehrslage durchaus dem KKH Klein-Venedig zustimmen könnten. Ist ganz schön und sollte daher nicht zu einem jetzigen “NEIN” animieren, sonder zu einem “JA” verbunden mit dem kräftigen, persönlichen Einsatz, die eigenen Kritikpunkte in den kommenden 2-3 Jahren einer machbaren Lösung zu zu führen. Das wäre auch ohne KKH sinnvoll. Also profilieren Sie sich in dieser Richtung. Machen Sie bessere, überzeugendere Vorschläge der Stadt. Aber erwähnen Sie Herrn Bauer doch nicht ewig, der sich halt als Geschäftsmann einbringt (Nicht nur für sich!) , einbringen muss, zuletzt auch für Arbeitsplätze in der Stadt sorgt (Und Arbeitsplätze traut er auch in seinem Wirtschaftsverständnis eben dem KKH zu). Was ist daran so schlimm! Und wenn nach wie vor welche davon träumen, zwischen dem innenstadtfernen Mediamarkt und der noch entfernteren Autobahnbrücke könnte ein Projekt realisiert werden, bei dem nicht wieder überall Kritiker aus allen Löcher hervor kämen (Vom Altlastenzusammenhang zu Verkehr und Finanzen, natürlich bis zu den hier schlechten ÖPNV-Bedingungen und weiss ich wo!), der irrt. Auch hier würde sich letztlich alles im Kreise drehen, wenn eine Mehrheit nicht ultimativ die feste Absicht hätte, ein Ding mal durch zu ziehen wenn die Zeit gekommen ist, eben auch dann, sollten einige Kritikpunkte damit verbunden sein wie jetzt bei Klein-Venedig. Mit welchem Projekt das die Öffentlichkeit berührt wäre es nicht so. Probleme sind stets eine Aufforderung diese zu lösen, spontan oder in absehbarer Zeit, nicht um ellenlang darüber zu diskutieren und ständig gegenseitig kompromisslos zu streiten, möglichst noch zwischen politischen Parteien oder den persönlichen Bereich berührend. Anpacken also! Freundliche Grüsse!

  27. Bruno Neidhart sagt:

    Sehr geehrter “Christoph”! Die Stadt verschweigt doch keineswegs der misslungene 2003-er Versuch – im Gegenteil. Das mit ihrer “Vorstellung von Demokratie” sollten Sie schon noch mal näher erläutern: Es liegt eben an den demokratisch gewählten Räten – an wem denn sonst, die Stadt stets “fit” zu machen, Strukturen in die Zukunft zu entwickeln. Auch das Werben dafür können die gewählten Räte in eigener Regie bestimmen. Sie sind sogar in der Pflicht, den (mündigen) Bürgern eine Massnahme möglichst detailliert – bei allen Unwägbarkeiten! – zu erklären, besonders wenn es sich um einen so “grossen Brocken” handelt. Ob dann das Vorhaben im Sinne der Mehrheit der Bürger ist, kann am Sonntagabend erfahren werden. Das Überwiegen der Nein-Stimmen, ohne das Quorum erreicht zu haben, ist übrigens nicht bindend für die Stadt, wie sie darstellen. Die Vorlage geht dann einfach wieder an die Räte zurück, die dann abzuwägen haben, ob sie “das DIng” trotz eines “Neins” anpacken. Da gilt es dann wohl die “Ja”-Stimmen gegenüber zu stellen. Hat eine ähnliche Anzahl Bürger dafür gestimmt, wird wohl Ende 2013 ein allgemeines Bürgerfest mit Eröffnungskonzert nicht zu vermeiden sein. Also allseits ran an die Urnen – absolute Befürworter wie illustre Gegner!

  28. Stephan sagt:

    Ich muss gestehen, dass ich mir wirklich sehr unschlüssig bin ob ich mich nun pro oder contra zum KKH positionieren soll und je mehr ich mich mit Informationen eindecke und mich mit der Thematik beschäftige desto schwieriger fällt es mir mich wirklich objektiv zu entscheiden.
    Ich bin mir sicher, dass die Entscheidung am Sonntag auch bei vielen anderen Wählern deswegen eher subjektiv entschieden wird.
    Was mir ganz schwer im Magen liegt ist die Erfahrung aus anderen Städten. Denn dort ist oftmals schon passiert was das KKH in Konstanz erst noch erwartet nämlich das die Unterhaltskosten für solch ein Haus so hoch sind, dass die jenigen für die das Haus gebaut wurde es aus Kostengründen nicht nutzen können!
    Prinzipiell bin ich für ein KKH aber in einem Rahmen der für mich Sinn macht und finazierbar ist.
    Um mir etwas die Kosten händelbarer zu Augen zu führen habe ich nur die Summe für jährliche Aufwendungen von 2.600.000 € p.a. durch 365 Tage im Jahr geteilt.
    Das bedeutet, dass die tägliche Aufwendung bei ca. 7.100 € pro Tag liegt. Sprich damit das KKH nicht Verluste einbringt muss jeden Tag diese Summe aufgebracht werden. Wenn man nun annimmt, dass im max. Fall 1.200 Besucher Platz finden dann macht das 6 € die jeder Besucher aufbringen muss nur um die täglichen Aufwendungen zu decken und dies gilt nur wenn das Haus voll besetzt ist! Also bei Tickets für 5 € wie oben zitiert macht die Stadt min. 1 € Miese ganz zu Schweigen, dass der Künstler ja auch noch was will. Ach ja laut einer Tourismusstudie könnten ungefähr 100.000 Konzertbesucher durch das KKH gewonnen werden tja das macht dann 26 € pro Person Hallenmiete. Das heisst für mich jede gewerbliche Veranstaltung muss min. 26 € pro Person kosten ansonsten legt die Stadt Geld drauf. Das heisst aber auch wiederum dass die Ticketpreise durch die geringe Menge an Zuschauern recht hoch liegen würden. Ich weiß, dass meine Zahlen völlig aus dem Zusammenhang gerissen, alleine da stehen und sicher keine Allgemeingültigkeit und Richtigheit haben aber sie geben einen Eindruck was Hinter dem Bau eines solchen KKH steht und das auch nur im besten Fall.
    Ausserdem denke ich, dass wir nicht vernachlässigen dürfen, dass wir ja zum Beispiel ein Konzil haben und unterhalten müssen! Sprich einige Veranstaltungen die dort sind oder waren würden mit dem Bau eines KKH wegfallen. Laut Homepage Philharmonie geben diese ca. 100 Konzerte im Jahr. Wenn man den Terminkalender anschaut sind wir bei 4 bis 5 größeren im Monat diese finden zum Teil in Konstanz wie auch in Kreuzlingen statt. Jetzt meine Frage wie puffere ich die fehlenden Veranstaltungen oder lasse ich die alten Räumlichkeiten leer stehen. Denn ich hoffe nicht, dass das Konzil abgerissen wird um Kosten zu minimieren!
    Was ich verdeutlichen wollte ist, dass in der Pro-Kampagne nie wirklich über Folgekosten gesprochen wurde. Ich lese von möglichen Veranstaltungen aber immer nur von bestehenden und nicht von neuen denn was passiert mit den alten Veranstaltungsorten? Die Frage ist habe ich wirlich einen neuen Markt an Veranstaltungen oder werden Marktanteile nur neu verteilt?
    Ich hoffe nur, dass ich am Sonntag mehr objektiv als subjektiv wähle und hoffe, dass Pro oder contra auf jeden Fall das Quorum übersteigt.

    Deswegen geht alle zur Wahl.

    Zum Abschluss möchte ich Jürgen N. Baur (Sprecher der Initiative “Bürger für Konstanz” zitieren: “Eine Ablehnung mit 15.000 Stimmen hätte folgenschwere Auswirkungen auf das kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt.”
    Ich gebe Herrn Baur völlig recht offen bleibt nur die Frage wie sich jeder einzelne Konstanzer dieses kulturelle und gesellschaftliche Leben vorstellt und wünscht.
    MfG Stephan

  29. Sven sagt:

    Hallo Zusammen
    Also ihr lieben Befürworter, haltet mal schön die Beine still. Es geht bei der Abstimmung
    NUR um den Platz.
    Ihr bekommt euer Konzerthaus so oder so !!
    Und die Mehrzahl der “Gegner” ist auch für ein Konzerthaus, aber eben nicht auf Klein-Venedig !!
    die Frage auf dem Stimmzettel lautet :

    “Sind Sie für ein Konstanzer Konzert- und Kongresshaus auf dem Gelände Klein-Venedig”
    Ja Nein

    Wer jetzt weiterhin behauptet :”wer dagegen stimmt, stimmt gegen ein KKH “, den muss ich fragen ob er wirklich der deutschen Sprache mächtig ist !!
    in Liebe Sven [zwinkern]

  30. Bruno Neidhart sagt:

    Sehr geehrter – zwinkender – “Sven”, machen Sie sich nichts vor! Es geht für Konstanz nun schlicht auch um: “Konzerthaus endlich!”. Dass die Stadt nach Klein-Venedig fragt, bezieht sich auf das Gesamtprojekt, das die Bürger zu bewerten haben. Zum konkreteren Zwinkern: Bis dato liegt nach wie vor kein machbares, durch kalkuliertes Konzerthaus-Projekt der Gegnerschaft vor, auch konzeptionell nicht, weder für “Büdingen”, Seerhein oder sonst wo (Ein Ulkiger outete sich gar mit: Flugplatz!). Also: Konzerthaus jetzt – oder dann halt die für viele Kulturbürger unerquickliche Projektion, in 10 oder 20 (verlorenen) Jahren der gleichen Fragestellung zum x-ten Mal ausgesetzt sein zu müssen (Wo dann mit Sicherheit die Projektzerpflückung – bis fundamentalpolitisch! – wieder von vorne beginnen würde). Und – sehr geehrter “Stephan”: Sie haben recht, ein Veranstaltungshaus wie es Konstanz plant, rentiert direkt nicht, zumindest nicht in allen Belangen. Das liegt zum Teil im kulturellen Aufgabengebiet, das eine Stadt zu beackern hat. Kultur ist immer ein schwieriges Geschäft, kostet jeder Stadt einiges. Die Frage ist, wo und wie entstehen Kompensationen, die bekannten wirtschaftlichen “Synergie-Effekte” für die Stadt, also was investieren Besucher im weiteren wirtschaftlichen Umfeld. Da schneidet z.B. ein Kongressbesucher (und 1-2-3-4-tägiger Hotelgast) erfahrungsgemäss besser ab, als “nur ein abendlicher Konzertbesucher” (Der sich immerhin anschliessend z.B. noch in der nahen gastronomischen Hafenmeile zusätzlich beglücken könnte). Ihre Frage zu den allgemeinen Kosten ist tatsächlich komplex, wie Sie selber feststellen. Eine Kostenrechnung muss trotzdem halt von “Experten” bei solchen Projekten zugrunde gelegt und vertreten werde. Wieweit die Annäherung an die Realität dann gelingt, ist eine andere Frage, betrifft aber alle kommunalen Projekte – weltweit, nicht nur im Badischen! Manchmal geht die Rechnung auf, manchmal muss erfahrungshalber da und dort auch nachjustiert werden. Saalmiete – etwa für Vereine: Beim Nachbar Kreuzlingen sind diese im neuen “Dreispitz” durchaus auf einem bezahlbaren Niveau (Diese Frage wurde dort auch gestellt). Warum soll es in Konstanz nicht möglich sein? Soll man dann hier dazu “zu doof” sein, zu wenig kreativ für die Allgemeinheit? Und das Konzil (das natürlich nicht abgerissen wird!) wäre als Gegenpol zu Klein-Venedig u.a. als sinnvolles Ausstellungsgebäude geradezu ideal – sogar für Sonderausstellungen von Herrn Engelsinn und sein raumbegrenztes “Rosgartenmuseum”, für das Konzilsjubiläum 2014-18 sowieso.

  31. Sven sagt:

    Hallo Herr Neidhart
    erstmal möcht ich anerkennen daß sie hier sehr sachlich argumentieren, und sich nicht wie einige andere Befürworter unverschämt, beleidigent und anmaßend äußern, was ja Ihrem Interesse völlig entgegen läuft.
    Also ihr “Konzerthaus endlich” nehme ich jetzt mal so als Zusammenfassung was ich auch sonst so von euch Befürwortern höre. Ihr tut gerade so als würde Konstanz unter gehen wenn es das KKH nicht gäbe! Konstanz existiert seit über 1000 Jahren , hier wurde wichtige deutsche Geschichte geschrieben ,2 Päpste wurden gewählt Ronald Reagan und Helmut Kohl waren hier u.u.u. und das alles ohne Konzerthaus. selbst eine hervorragende Philharmonie entstand hier, ohne Konzerthaus! Natürlich wäre es ganz schön so ein Konzerthaus zu haben und wie schon gesagt wird es das ja wohl auch geben. Nur wollen wir “Nein-Sager” , ( zum großen Teil wenigstens) daß es eben an einem vernünftigen Platz entsteht. Viele vernünftige Vorschläge wurden einfach ignoriert, und sich jetzt auf die unvernünftigen wie Flugplatz oder am Lutherplatz oder ähnliche zu berufen bringt es jetzt ja auch nicht. am Seerhein wäre es richtig gut gewesen, aber man musste ja schnellst möglich diese Gelände verkaufen. Ich denke man sollte sich danach hinsetzten und einen vernünftigen Platz suchen.
    Wenn ich das richtig weiß ist doch das Rheinstrandbad leer im Moment, das könnte man doch renovieren und auf der anderen Seite das Parkhaus des Landratsamtes aufstocken. Wäre von der Verkehrsanbindung gut, der Sternenplatz ist gleich ums Eck . der Stadtteil Petershausen würde belebt, Fußgänger würden endlich mal die verlassene Niederburg entdecken. Man kann von dort die Alpen sehen, der Rheintorturm und Pulverturm und das Münster sind von dort aus gut zu sehen, man ist sofort an der Seestraße, an der es gute Hotels hat, auch das Inselhotel ist gut zu erreichen. und vor allem hätte man den Verkehr nicht in der Satdt. man kann das Parhausticket mit dem Busticket kombinieren und so noch weniger Verkehr für die Innenstadt schaffen.

    Es wird am Sonntag nur augeschoben , nicht aufgehoben!!

  32. Bruno Neidhart sagt:

    Geehrter Sven! Sie schreiben ebenso sachlich – nach Ihrem Verständnis. Liest man die heutigen (elektronischen) Südkurier-Leserkommentare zu den Äusserungen des Dirigenten Christopoulos, strotzen diese dagegen nur so von persönlichen Beleidigungen – auch gegen die Orchestermitglieder. (Auch Herr Bauer wurde währen der Kampagne böse beschimpft: “Nichts mehr kaufen bei Bauer”). Das wirft ein fahles Licht auf diese Spezies der sonntäglichen Gegner. Der Kampf zwischen Denkkulturen – mit Betonung auf “Kultur” – scheint da ausgebrochen zu sein. Auch war zu beobachten, wie zwar Plakate von Befürwortern mutwillig zerstört wurden, nicht jedoch diejenigen der Gegner. Hat auch mit Kultur zu tun. Konstanz ist siedlungsgeschichtlich natürlich älter. Bereits Steinzeitmenschen, deutlicher dann Kelten im 1. Jh. vor Chr., haben Siedlungsspuren hinterlassen. Auf die nachfolgenden Römer, die ja am Münsterplatz “zu besichtigen sind”, folgte dann das lange Mittelalter mit der besonderen europäischen Bedeutung der Stadt durch das Kirchenkonzil (1414-18). Ich kenne übrigens nur einen hier gewählten Papst (Martin V.), der ja exakt auf der Gebäudeebene (zwischen Balken) gewählt wurde, wo noch heute die Philharmonie spielt – könnte eigentlich zu Denken geben! Die eigentlichen Konzilssitzungen fanden aber bekanntlich im Münster statt (Die Stadt hatte damals nur 6-7000 Einwohner, war aber mutiger als heute, hatte danach einen Haufen Schulden, überlebte und entwickelte sich trotzdem gut zur heutigen Universitätsstadt!). Soweit zur Geschichte. Heute geht es uns vergleichsweise prächtig. Es ist lustig zu beobachten, dass nun plötzlich alle Gegner nach einem Konzerthaus “lechzen”, wie wenn diese etwas verpasst hätten (Was zum Teil natürlich auch stimmt – kommt nur etwas spät!). Und sollte eines Tages tatsächlich – oh Wunder! – so was entstehen, wird erhofft, dass etwas für alle “Kulturarten” gebaut würde, also für grosse und kleine Vereine, Subkultur, “Hochkultur”, Grüppchen aller Art, usw. Eine glückliche Kompatibilität im eigentlichen Sinne kann ich mit einem dann entstehenden stadthallen-ähnlichen Kompromiss nicht ausmachen. Die Anforderungen sind zu verschieden. Singen kopieren macht wenig Sinn. Dann schon eher Friedrichshafen – also das “Zeppelingebäude” am See (!), nicht die grossen (Ausstellungs-) Hallen (Die gibt es allerorts für “Events”, passt nicht zu KN). Rheinstrandbad mit Schwimmhalle (Heute als Schulbad und vom Schwimmverein Sparta genutzt): Örtlichkeit wäre durchaus o.k. für ein eigentliches Konzerthaus (kleines philharmonisches, halbprivat finanziertes, sonst rentiert sich die Sache nicht, daher sonntags der verhinderte Versuch der Stadt, es zusammen mit “Kongress” wirtschaftlicher zu machen). Eine allgemeine Halle für Tausende hat hier also keinen Platz. Zudem entstünde auch da deutlich zu viel “Feinstaub nach Schäfer”, und der verkehrswichtige Sternenplatz würde täglich grandios überlastet. Der gesamte Gebäudekomplex “Hallenbad” ist übrigens bauhistorisch als “wertvoll” eigestuft (30-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, Hitlerzeit – wie Seestrasse (Ehemals “Adolf-Hitler Ufer!), Bodenseestadion, usw.). Veränderungen sind deswegen hier kaum durchzuführen. Wo ist das aufzustockende Parkhaus Landratsamt? Gegenüber kenne ich die Tiefgarage Wobak , und neuerdings dann diejenige des hier entstehenden Hotels IBIS. Zur Niederburg: Ich habe den dortigen Kreisen, die sich um eine Bereicherung der alten Konstanzer Fischersiedlung bemühen, vorgeschlagen, gerade im Zuge der (besonders abendlichen) Parkmöglichkeiten in Petershausen, sowie des neuen Hotels, der Fussgänger, der Radfahrer, Landratsamt, Archäologisches Landesmuseum, usw., die Möglichkeit einer Wiedereinführung der Fähre in diesem Gebiet auf die Tagesordnung zu setzen. Noch besser – wenn auch viel teurer – wäre eine Stegverbindung vom alten Anlegeplatz beim Restaurant “Seerhein” direkt in die Schreibergasse der Niederburg (Sehe allerdings genau so viele Gegner aus den Löcher kriechend wie sonntags! So ist es halt in Konstanz. Auch die neuen “Hallenträumer” werden das wohl erfahren). Über Ticketsverbund diskutiert bald nur noch Konstanz. Ist eigentlich selbstverständlich. Nur muss dann in bestimmten Zeiten das ÖPNV-Angebot (Bus z.B.) deutlich verstärkt werden, was nicht einfach zu machen ist (Personalintensiv, Gewerkschaft). Was und wie man es immer anstellt: Es führt immer zu Kritik – zu vernünftiger und bekanntlich besonders viel unvernünftiger – möchte kein Politiker sein! Da brächte nicht mal “Mut” etwas ein, wie man sehen konnte. Um sich nur mit “Aufgeschobenem” zu beschäftigen macht Politik nicht unbedingt reizvoller. Sie agiert halt dann eine geraume Zeit (Eine Generation?) als “Aufgehoben”. Das suggeriert zumindest die “Kaste der kühlen Konstanzer Rechner”, also die SPD? Eigentlich keine schönen Aussichten – auch nicht für die letztsonntägliche, zusammengewürfelte Gegnerschar. Oder?

  33. Max Widmann sagt:

    Sehr geehrter Herr Neidhart,

    zuerst meine Hochachtung dafür, dass Sie in diesem Forum mitdiskutiert haben,
    und dies in einer sachlichen Form, die leider in den letzten Wochen nicht sehr oft
    vorzufinden war. Als “Mitglied” der Gruppe “Nein zu Klein Venedig” und Vorstandsmitglied eines Sportvereines möchte ich hier noch ein paar Aspekte benennen, die bisher selten erwähnt wurden, die aber bei einem nicht unerheblichen Teil der Wähler mit ausschlaggebend waren. Bei den Sportvereinen, die Mannschaftssport betreiben bewegen sich derzeit viele am Existenzminimum. Speziell Vereine, die sich vermehrt um die Jugendförderung kümmern betrifft dies. Zwar hat die Stadt die Jugendförderung von 9 Euro pro Jug./Kind auf 18 Euro (pro Jahr!) angehoben, aber dies ist letztlich nicht mehr
    als ein Tropfen auf den heißen Stein. In unserem Verein werden ca 14 000 Stunden /Jahr von über 50 Personen für die Arbeit mit den Jugendlichen/Kindern
    (ca. 350 ) aufgebracht. Dies wird von der Stadt mit knapp 10 000 Euro honoriert (ca. 6 300 Jugendförderung und ca. 3000 für lizensierte Trainer). Da wir die Anzahl der Jugendl./Kinder nicht nur mit Breitensport halten können, sondern
    ihnen auch leistungsorientierten (kein Hochleistungssport) Sport anbieten
    müssen (was m.M. auch im gesellschaftlichen Interesse ist) , befinden sich
    alleine schon unsere Fahrtkosten weit über dem o.g. Betrag. Dazu kommen
    Energiekosten (nur im Jugendbereich) von ca. 12 000 Euro , die von der Stadt
    mit ca. 4 000 Euro bezuschusst werden. Fakt ist, dass diese Arbeit mit der
    Jugend nur dadurch erhalten bleibt, dass von Privatpersonen und (i.d.R.
    mittelständischen) Unternehmen ca. 25% der Kosten “übernommen” werden
    (von den über 50 Personen erhält dabei übrigens – neben den o.g. ca 3000 Euro für 10 lizensierte Trainer – nur eine Person eine Aufwandsentschädigung!).
    Neben den Geldsorgen sind auch die Trainingsbedingungen nicht gerade ein
    Paradebeispiel für ein “Oberzentrum” (egal ob für Kultur oder Sport) . So haben wir in diesem Winter für 24 Jugendmannschaften (davon 13 mit Kindern unter
    zehn Jahren) von der Stadt gerade mal acht Trainingseinheiten pro Woche in der Halle zugewiesen bekommen. Es gibt eine lange Liste von Problemen,aber
    …..
    Nachdem ich nun weit ausgeholt habe, will ich jetzt auf das Problem kommen.
    Im Gegensatz zu unserer Meinung (die auch viele andere Sportvereine teilen),
    haben wir einen OB, der wissend? oder unwissend? der Meinung ist, dass es
    uns (den Sportlern) doch bestens geht. Der, zumindest was unseren Verein
    betrifft, jegliche Gesprächsbereitschaft vermissen lässt (was sich auch daraus
    ableiten lässt, dass er seit Jahren einer der größten Jugendsportveranstaltung
    im westlichen Bodenseegebiet mit ca. 1000 Besuchern,eine Absage erteilt) und
    in Notsituationen (hat auch unseren Verein durch ein unverantwortliches Verhalten eines Vorstandsmitgiedes vor einigen Jahren getroffen) nicht bereit
    ist zu helfen, sondern im Gegenteil noch “nachtritt” .Wir mussten vor zwei Jahren wegen des Fehlverhaltens des vormaligen 2. Vorstandes erhebliche Steuernachzahlungen leisten. Mit dem Finanzamt konnte man über das Problem reden (es wurde keine Steuerschuld erlassen, aber zumindest bei den Zinsen war man grosszügig und anerkannte das Bemühen), die Stadt reagierte
    mit einer Erhöhung der Gewerbesteuervorauszahlung um 300% , und das, obwohl bei den letzten zwei bilanzierten Jahren keine Körperschftssteuer anfiel
    (folglich auch keine Gewerbesteuer) . Begründet wurde diese (aussergewöhnliche) Massnahme damit, dass die Zahlungsmoral des Vereines
    in der Vergangenheit schlecht gewesen sei. Dass gerade aus diesem Grund
    ein Wechsel in der Vereinsführung stattgefunden hat fand leider keine Beachtung (nebenbei bemerkt geht es hier um eine Summe von ca. 10 000 Euro. Langer Rede kurzer Sinn:Mit einem OB an seiner Seite, der auf der einen
    Seite kein Problem damit hat ein paar Millionen mehr oder weniger für sein
    Denkmal auszugeben, auf der anderen Seite aber nicht einmal Bereitschaft zeigt
    sich eine Stunde Zeit zu nehmen um dem einen oder anderen Verein zu helfen
    (und hier geht es im konkreten Fall nur um den Verzicht der Gewerbesteuervorauszahlung!) kann man keine Wahl gewinnen.
    Zum Abschluss meine Prognose für die NAHE Zukunft:
    Die SWP wird ihr Konzerthaus bekommen. Den Startschuss dafür hat der Herr
    Riem am Mittwoch abgegeben, der begriffen hat, dass man miteinander viel,
    aber gegeneinander so gut wie gar nichts erreichen kann. Ob das der OB noch
    rechtzeitig erkennt wage ich allerdings zu bezweifeln.
    Beste Grüße

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